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La LibauPieds
Die Landschaft um das Tal der Tarn.
Aus Sicht der Wanderstiefel von Resa und Henk
Der Wind kam von
nirgendwo
Doch fühlte ich ihn hinter Mir
Immer stärker werdend
Scheinbar unauffällig ging alles von alleine

Kurzerhand pausieren. Kurzerhand
die schnelle Welt von Büro nund Computer verlassen. Sich körperlich
betätigen. Daran dachten Henk und ich als wir die Site vondem Lansitz de
la Libaudié uns anschauten.
Sowohl die Unterkunft (gleichbedeutend
mit Marjo und Kees) als auch die Umgebung heben wir unser Wohlergehen
gesorgt. Als Kees uns fragte, ob wir etwas über die Wanderungen
schreiben wollen, brauchten wir nicht lange nach zu denken. Hier liegt
das Ergebnis vor. Gleich nach unserer Ankunft haben wir eine der beiden
Wanderungen unternommen, die Kees auf dem Landgut markiert hat. Der
weiße Wanderweg dauert zwei Stunden und wir konnten sowohl die Beine
strecken nach der langen Autofahrt als auch unsere Kondition zu
überprüfen für die Wanderungen, die wir noch planten. Prüfung bestanden,
denn wir waren zum Erstaunen von kees und Marjo nach 1 ½ Stunden zurück.
Wahrscheinlich steckte die Hetze der Groβstadt noch zu sehr in unseren
Gliedern.
Die
volgenden Tage waren abwechslungsreich. Wir begannen die meisten
Wanderungen in Villeneuve. Die meisten Wanderungen waren gut markiert in
gelb oder rot-weiß auf Bäumen oder Pfählen angegeben. Es ist anzuraten,
die Wehbeschreibungen mit zu nehmen. Diese kann man bei Kees und Marjo
oder auf dem Syndicat d’Initiatieve in Villeneuve bekommen. Die erste
große Wanderung (Le cicuit des Castanhals) hatte eine Länge von 16,5 km
und sollte 4.5 Stunden dauern. Wir machten Rast bei dem Menhir. Aus
einem Land ohne Berge kommend war unsere Kondition entsprechend. Am
zweiten tag entschieden wir uns für eine kürzere Strecke, nur 11.5
km. Aber der Sentier du Chevreuil war enttäuschend, die Stercke der An-
und Abstiege war zwar kürzer als angegeben, aber unser Muskelkater
entsprechend. Unsere 7. Wanderung (Circuit de Bonneval – 16 km) hat uns
am meisten abverlangt. Schwierig und sehr abwechslungsreich, wenigen
Asfaltwege, gehört sie zum Teil zum Grande Randonnée 36 (GR36).

Eine sehr gedenkwürdige
Wanderung war die dritte (Circuit de Massalgues - 12 km). Wir sind acht
mal verkehrt gelaufen (bis in Alban). Zurück auf dem Wanderweg, kurz vor
dem Abstieg von St. André nach Villeneuve, sahen wir eine hübsche
Terrasse auf dem Platz vor der Kirche. Wir setzten uns und wurden direkt
von dem Haushund angebellt. Bei der erscheinenden Besitzerin bestellten
wir zwei Eis, die gab es allerdings nicht. Wir konnten zwei Colas
bestellen. Bezahlen brauchten wir nicht (c’est mon plaisir). Zu spät
bemerkten wir, dass wir auf einer privaten Terrasse gesessen hatten, die
mehr als die gebräuchlichen Stühle und Sonnenschirme privater Terrassen
hatte. Le Roc du Montalet (19 km) haben wir noch im Programm. Diese
Wanderung muss gut vorbereitet sein und auch die Wetterbedingungen
müssen optimal sein, da ein Höhenunterschied von 466 Metern bewältigt
werden muss.
Der
höchste Punkt liegt auf 1259 Metern Höhe. Die geplante Wanderzeit ist
5.5 Stunden. Kees hat uns mit Erfolg überredet außer Wandern auch an
anderen sportlichen Veranstaltungen teil zu nehmen. So haben wir, um
unsere Kraft für den Roc du Montalet zu sparen einen Nachmittag unsere
Wanderstiefel gegen ein Kanu getauscht und sind wir einen Mittag zu
Pferd zu einer Anhöhe auf 600 Metern Höhe geritten. Es war schön, die
Umgebung auch mal anders zu entdecken. Eines haben alle Wanderungen in
dieser Umgebung gemein: sie strahlen ungemeine Ruhe aus, man begegnet
wenig Leuten, die Wanderwege führen entlang und durch kleine, malerische
Örtchen, die Aussichten sind enorm. Das Gebiet der Tarn ist
ausgezeichnet geeignet für sowohl kurze als auch längere Wanderungen auf
relatief einfachen, guten Wanderwegen, ohne Höhenangst haben zu müssen.
Wir wünschen zukünftigen Wanderern und Gästen von La Libaudié sehr viel
Wanderspass.

Resa und Henk, September
2005
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